Boom des institutionellen Hotelmarktes

Boom des institutionellen Hotelmarktes


Wohnen
07.08.2017 Autor: Dierk Freitag

Gemeinsam mit Union Investment haben wir das Marktvolumen von investmentrelevanten Hotels ermittelt. Deren Marktwert ist in Deutschland von 2015 auf 2016 um 8,3 Prozent auf 51 Mrd. Euro gestiegen.

Ausschlaggebend hierfür sind vor allem zwei Faktoren: zum einen die anhaltend rege Bautätigkeit neuer Hotels, die per Saldo (Neueröffnungen und Schließungen) zu einem Bettenwachstum in Deutschland von rund 0,7 Prozent führte. Zum anderen verbesserte sich parallel dazu 2016 auch die Performance deutscher Hotels – gestiegene Zimmerauslastungen und wachsende Durchschnittsraten –, was sich in höheren Werten niederschlug.

Zehn Prozent des Marktvolumens in Deutschland wurden 2016 gehandelt

Die Rahmenbedingungen für den heimischen Hotelmarkt sind nahezu ideal. Denn das Beherbergungsgewerbe in Deutschland verbuchte 2016 das siebte Jahr in Folge touristische Zuwächse, sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland.

Als investmentrelevantes Angebot wurde ein Zimmerbestand von rd. 376.600 Hotelzimmern ermittelt, die sich auf deutsche Klein-, Mittel- und Großstädte verteilen. Der durchschnittlich ermittelte Wert lag 2016 bei rund 135.600 Euro pro Zimmer (Vorjahr: 130.500 Euro). 2016 wurde ein neuer Rekordwert bei Hoteltransaktionen in Deutschland erzielt. Die rd. 5,2 Mrd. Euro (inkl. Projektentwicklungen) entsprechen nun in etwa 10,2 Prozent des berechneten Marktvolumens (Vorjahr 9,3 Prozent).

Wird die B-Stadt die A-Stadt von morgen?

Das Transaktionsvolumen wächst noch schneller als der Markt, die Assetklasse Hotel wird bei Investoren immer beliebter. Den Berechnungen nach stieg vor allem der Marktwert von Hotels in deutschen B-Städten, die zunehmend von Hotelketten betrieben werden und damit in das Anlageuniversum zahlreicher Investoren passen. In Bezug auf Wachstumsdynamik und Wertentwicklung könnte manche B-Stadt die A-Stadt von morgen sein.

Das Marktwertmodell basiert auf Daten von Unternehmen, der öffentlichen Statistik sowie Hotelverbänden. Es ermöglicht eine vergleichende Analyse des institutionellen Hotelmarktes der Jahre 2007 bis 2016.

Weitere Infos erhalten Sie hier.

Ansprechpartner: Dierk Freitag, Bereichsleiter für den Freizeit- und Hotelmarkt, bulwiengesa AG, freitag [at] bulwiengesa.de