Hotelboom ab 4 Sternen

Hotelboom ab 4 Sternen


Hintergrund Wohnen
15.06.2019 Autor: Dierk Freitag
Infografik zum Marktvolumen investmentrelevanter Hotels in Deutschland 2018

Hohe Nachfrage bei geringem Angebot

Dem Volumenwachstum des institutionellen Hotelmarktes steht im Jahr 2018 ein leicht rückläufiges Transaktionsvolumen von rund 4 Milliarden Euro (2017: rd. 4,2 Milliarden Euro) gegenüber. Wurden im Vorjahr rund 8,0 Prozent des berechneten Marktvolumens gehandelt, beläuft sich der Anteil im Jahr 2018 auf 7,0 Prozent.

Das Angebot bleibt knapp, vor allem weil sich vergleichsweise wenig Bestandshalter von ihren Objekten trennen. Da das Renditeniveau in vielen anderen Assetklassen weiterhin sehr niedrig ist, weichen zudem immer mehr Investoren auf Hotels aus. Aufgrund der hohen Nachfrage nimmt auch die Renditekompression im Hotelmarkt weiter zu.

Steigende Immobilienpreise spiegeln sich im Pachtniveau neuer Hotels wider. Hohe Pachten erfordern hohe Zimmerraten, die in Deutschland aber nur an ausgewählten Standorten und zu besonderen Anlässen wie Großevents oder Messen oder mit besonderen Konzepten durchsetzbar sind. Entsprechend wird der investmentrelevante Hotelmarkt immer „bunter“.

Für Investoren zunehmend interessant: Ferien- und Apartmenthotels

Neben der klassischen Stadthotellerie prägen vermehrt Ferien- und Apartmenthotels sowie Mixed-Use-Konzepte das für Investoren interessante Angebot. Investmentrelevant ist besonders die Markenhotellerie, deren Markt- bzw. Zimmeranteil in Deutschland bei rund 56 Prozent liegt, gemessen an der Gesamtheit aller Zimmer in Hotels und Hotel garni. Und wie geht’s weiter? Mit der weiteren Expansion der Markenhotellerie wird auch das Marktvolumen in Deutschland weiter ansteigen – für 2019 erwarten Union Investment und bulwiengesa ein weiteres Wachstum des institutionellen Hotelmarktes um ca. 7 Prozent.

 

Hinweis: Weitere Infos finden Sie hier.

Ansprechpartner: Dierk Freitag, Bereichsleiter für den Freizeit- und Hotelmarkt bei bulwiengesa, freitag [at] bulwiengesa.de