Wohnungsmarkt Düsseldorf

Wohnungsmarkt Düsseldorf


Wohnen
24.09.2021 Autor/en: bulwiengesa
Am Kö-Graben wird weniger gewohnt, als eingekauft.

In Rankings zur Wohnqualität liegt Düsseldorf weit oben, auch international. Die Preise steigen, aber die Stadtteile – vom einstigen Problembezirk bis zu bekannten Nobel-Lagen – entwickeln sich unterschiedlich. Das zeigt der 40-seitige Wohnlagenbericht für Düsseldorf und Umgebung im Auftrag von Böcker, für den wir umfangreiche Daten lieferten.

In Düsseldorf leben 645.000 Menschen – das sind fast fünf Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Entsprechend steigen auch die Immobilienpreise. Schaut man sich die diversen Rankings zu Wirtschaftskraft und Zukunftsfähigkeit an, findet sich Düsseldorf immer auf den vorderen Plätzen. So mancher sieht die Stadt sogar auf dem Weg zur Weltmetropole: Im Mercer-Ranking zur Wohnqualität lag Düsseldorf auf Platz 5 – nur Wien, Zürich, Auckland und München bekamen eine bessere Platzierung. Fest steht jedenfalls, dass Düsseldorf boomt. Die guten wirtschaftlichen Fundamentaldaten sowie eine beständig hohe Nachfrage machen Düsseldorf dabei auch bei Kapitalanlegern beliebt. Der Immobilienmarkt in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ist stabil.

Zwar hat die Pandemie wohl kurzfristig zur Verlagerung von Kaufabschlüssen geführt haben, langfristig dürfte sie aber die Wohnraumnachfrage nicht mindern. Denn wo der Bedarf an Wohnraum das Angebot übersteigt, klettern bekanntlich die Preise. Und so sieht man auch in Düsseldorf weiter steigende Kaufpreise und Mieten, mit zum Teil starken Preiszuwächsen in diversen Stadtteilen.

Allgemein kann man sagen, dass der Norden der Stadt etwas bessergestellt ist als der Süden. Gehobene, teils luxuriöse Wohnlagen wie Düsseltal oder Grafenberg befinden sich nord-östlich vom Stadtzentrum, ebenso wie Kaiserswerth und Wittlaer ganz im Norden der Stadt, die sich ihren dörflichen Charakter bewahrt haben und ebenfalls zu den Top-Wohnlagen gehören. Jenseits des Rheins liegen die Top-Stadtteile Ober- und Niederkassel, wobei die Wohnqualität Niederkassels insbesondere von der japanischen Gemeinde seit den 1970er-Jahren geschätzt wird. Im Süden gilt Benrath mit seinem Rokoko-Schloss am Rhein als eine Art Leuchtturm, ansonsten sind die südlichen Stadtteile aber häufig auch noch industriell geprägt. Flingern-Süd, Reisholz, Holthausen, Garath, Eller und Rath zählen dabei auch aufgrund fehlender Grünflächen zu den derzeit noch weniger begehrten Wohnlagen.

Quelle: bulwiengesa/Böcker Wohnimmobilien 2021

Insgesamt ziehen die Mietpreise in Düsseldorf sowohl für Neubauprojekte als auch für Bestandsimmobilien seit einigen Jahren an. Im Vergleich zu anderen deutschen Städten wie Berlin verläuft die Preiskurve in der Rheinstadt etwas flacher. 2020 bezahlten Mieter einer Bestandswohnung in Düsseldorf durchschnittlich 11,30 EUR/qm. Damit betrug der Zuwachs beim Mietzins 3,67 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Betrachtet man den Anstieg seit 2016, hob sich das Mietpreisniveau um 13 Prozent. Die Mietpreise für Neubauten in Düsseldorf steigen ebenfalls leicht. Zwischen 2019 und 2020 stieg der Mietzins für solche Objekte um 1,53 Prozent auf einen durchschnittlichen Preis von 13,30 EUR/ qm an. Seit 2016 betrug die Steigerung der durchschnittlichen Angebotsmiete für Neubauten 5,56 Prozent. Die stark steigenden Preise haben allerdings sinkende Renditen zur Folge, sowohl im Falle von bestehenden als auch neu gebauten Objekten.