Wohnen über Frankfurts Wolken: Trend vorbei?

Wohnen über Frankfurts Wolken: Trend vorbei?


Wohnen
10.03.2021 Autor/en: Florian Wenner
Mieter für Luxuswohnungen wie die im Grand Tower zu finden, ist kein Selbstläufer. Hier ein Blick in die Lobby.
Mieter für Luxuswohnungen wie die im Grand Tower zu finden, ist kein Selbstläufer. Hier ein Blick in die Lobby.

Was bedeutet das für zukünftige Wohnhochhausentwicklungen?

Immer noch stehen zahlreiche Wohntürme in den Startlöchern, darunter Landmark-Projekte wie das Hochhausensemble FOUR. Auch auf den letzten großen innerstädtischen Entwicklungsflächen am Polizeipräsidium und auf dem Millennium Areal sind Hochhäuser mit Wohnnutzung geplant. Ob der Frankfurter Wohnhochhausmarkt nach dem Ende der Pandemie wieder an die Dynamik der Vor-Corona-Zeit anknüpfen kann, bleibt jedoch abzuwarten. Die Projektpipeline ist jedenfalls gut gefüllt und Angebotsknappheit zumindest im Luxuswohnsegment nicht zu erwarten. Bei der Ausweisung weiterer Wohnhochhausstandorte durch die Stadt sollte zukünftig jedenfalls noch intensiver die jeweilige Standorteignung betrachtet werden, zumal Wohntürme politisch ohnehin seit langem umstritten sind.  

Festzuhalten bleibt, dass Wohnhochhäuser auch in den nächsten Jahren den Frankfurter Wohnungsmarkt prägen werden, auch wenn die ersten Übersättigungstendenzen spürbar sind. Es ist daher damit zu rechnen, dass bei manchen Vorhaben die Erlös- und Renditeerwartungen von Projektentwicklern sowie privaten und institutionellen Investoren nach unten korrigiert werden müssen. Umso wichtiger wird es, bei zukünftigen Projekten einen genauen Blick auf die Mikrolage zu richten und ein zum Standort passendes zielgruppengerechtes Produktkonzept mit entsprechenden Alleinstellungsmerkmalen zu entwickeln.

 

Ansprechpartner: Florian Wenner, Studienleiter Wohnen bei bulwiengesa, wenner [at] bulwiengesa.de